Angekommen - Ankommen

19.01.2023
Zurück aus der Sendepause.

Endlich in der Karibik angekommen. Sonne, Rum, Hummer und klares, türkisfarbenes Wasser - na ja, fast.

Wir befinden uns auf der niederländisch-französisch geteilten Insel Sint Maarten / Saint Martin in der nördlichen Karibik. Hier feiern wir Minis 2. Geburtstag und proviantieren im großen Stil für die nächsten Wochen - bei den Lebensmittelpreisen hier ein echtes Trauerspiel. 

Noch vor Weihnachten segeln wir dann los nach Anguilla, wo wir die Feiertage in der Road Bay (in Elvis' Beachbar) verbringen. Eine wunderbar geschützte Bucht, in der es vom Boot aus Schildkröten zu beobachten gibt (das Wasser ist auf Grund ungünstiger Windverhältnisse leider sehr aufgewühlt, sodass Schnorcheln nicht drin liegt). Alles ist sehr klein und überschaubar, gefühlt sind wir die einzigen Reisenden hier. Der nächste Supermarkt ist einen 50 minütigen Marsch bergauf entfernt und 15 Minuten zurück, wenn man sich nach der Tortur dann doch traut, die Abkürzung durch ein kurzes Dschungelstück zu nehmen (laut singen und stapfen, damit etwaige Schlangen Zeit haben, den Rückwärtsgang einzulegen). Die Leute hier sind wirklich freundlich und hilfsbereit, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

Eigentlich sollte es von hier aus weiter mit dem Wind auf die British Virgin Islands (BVIs) gehen - aus irgendwelchen Gründen sollte der Jahreswechsel dann aber doch auf St. Barth stattfinden. Also segeln wir wieder zurück gegen Welle und hart am Wind, mit dem Ergebnis, das alle an Bord auf Höhe von St. Maarten die Schnauze voll habe und wir dort nochmals ein paar Tage verbringen. Nicht schlecht, um noch ein paar Arbeiten an Mahea vorzunehmen, die nach der Atlantiküberquerung angefallen sind, denn hier gibt es ein paar gut sortierte Läden für den Bootsbedarf. 

Am 30. Dezember geht es schließlich weiter nach St Barth- zusammen mit ca. 40 Super- und Megayachten, denn scheinbar ist das "the place to be" für glitz & glamour, reich & reicher, um den Jahreswechsel einzuläuten. Na dann mal los! Vor der Hauptstadt Gustavia liegen wir zwischen geschätzt 100 Booten von 9 bis 100+ Meter Länge. Die einen lassen sich mit Helikopter auf die Yachten fliegen, die anderen werden per Tender (Beiboote, die teilweise so lang wie unsere Mahea sind) zum Strand hofiert, samt Pavillon, Liegestuhl und Sonnenschirm und einer Person, die diesen permanent gegen den Wind in den Sand drückt, damit er nicht abhaut. Dann geht’s ja. In der Stadt reihen sich die Boutiquen aneinander. Alles ist sehr aufgeräumt, sauber und gut in Schuss - nach dem verheerenden Hurrikan Irma 2017 eine der wenigen Inseln, die schon wieder komplett aufgebaut scheint. Bei der zahlungskräftigen Kundschaft wohl kein Wunder.
In dem kleinen Ort durchmischt sich die Menge recht schnell und so sind wir am Silvesterabend wieder "at the place to be". Mini hält super durch und so können wir 2023 auf der großen Straßenparty einleiten, der alle beizuwohnen scheinen, die keine Einladung auf die Yacht von P.Diddy bekommen haben. Wir haben es jedenfalls genossen.Wir bleiben noch ein paar Tage auf der Insel und legen uns noch in eine andere Bucht. Hier können wir wieder Schildkröten vom Boot aus sehen, wundervoll.
Der Besuch verlässt uns ein paar Tage später auf St. Maarten und für uns heißt es jetzt erstmal ankommen und nach den anstrengenden letzten Monaten zur Ruhe kommen (und natürlich am Boot arbeiten).